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Die Psychosynthese ist eine Psychologie für jedermann und jedefrau. Sie ist von einem spirituellen Geist beseelt und bietet einen Weg, auf dem jede und jeder sich selbst intuitiv erfahren und sich selbst finden kann.

Die klaren und einfachen Übungen der Psychosynthese stärken die Intuition und ermöglichen ein Bewusstsein, in dem wir die vielen unterschiedlichen Aspekte unserer Persönlichkeit als Einheit erfahren und Lust haben, unser Potential voll zu entfalten. Selbstverwirklichung, das ist ein zentrales Anliegen der Psychosynthese. Sie bietet ganz und gar individuelle Wege dorthin, die fort führt von Beschwerden und Krankheiten und hin zu Wohlgefühl und Gesundheit.

Wege der Selbstheilung

Solche Wege bilden die Voraussetzung für Selbstheilung.

Anders als bei manch anderer Richtung der Psychologie stehen bei der Psychosynthese Stärken und Potenziale des Einzelnen im Vordergrund. Das ist, wie ich finde, ein ganz entscheidendes Merkmal und ein Vorteil für das Ziel der Selbstheilung. Eine wichtige Frage bei der Arbeit mit der Psychosynthese lautet deshalb: «Wie verwandle ich mich selbst, damit ich das Leben mit meinen Begabungen, Talenten, Vorzügen und Werten vital und gesund leben kann.»

Dabei arbeitet die Psychosynthese mit inneren Bildern. Bilder gelten als Sprache der Seele. Anders gesagt: Emotionale Bilder drücken die persönliche Essenz aus. In inneren Bildern liegt eine «Weisheit», die sich in der Stille enthüllt und von dort aus intuitiv, inspiriert und kreativ wirkt, vorausgesetzt natürlich, die Bilder werden wahrgenommen. Solche «Weisheit» wirkt in die unterschiedlichen Aspekte des eigenen Lebens hinein. Psychosynthese will diese «Weisheit» mit dem eigenen Willen in Einklang bringen.

Psychohygiene harmonisiert

Wem das zu «weise» klingt, der kann Psychosynthese auch als eine Art der Psychohygiene ansehen, mit der die teils widersprüchlichen Anteile unserer Persönlichkeit aufeinander abgestimmt werden. Da ist etwa der Bedrückte, oder der, der gern einmal ausrastet, oder der dominierende Vater, die dominierende Mutter und auch der, der von Kollegen oder Vorgesetzten ausgebremst wird. Oft genug alle zur selben Zeit in der derselben Persönlichkeit. Es tut dieser Gesamtpersönlichkeit gut, wenn solche inneren Anteile, die in jeder und jedem von uns stecken, harmonisiert werden.

Wer ist das, der aus meinen Augen schaut?

Leider gelingt das viel zu häufig nur an der Oberfläche und vorübergehend. Die Identifikation mit jedem einzelnen Anteil verhindert eine nachhaltige Lösung. Deshalb geht die Psychosynthese einen anderen Weg. Sie stellt die Frage: Wer ist eigentlich diejenige oder derjenige, der harmonisiert? Wer ist der Boss? Oder, wie ein kleines Kind in meiner Familie einmal fragte: «Wer ist das, der aus meinen Augen schaut?»

Wer integriert unsere verschiedenen inneren Anteile? Und was passiert, wenn sich innere Anteile bekämpfen? Wenn der Boss in uns einen Anteil wichtiger findet als andere, wenn er parteiisch urteilt? Wenn ihm zum Beispiel der, der ausrastet, lieber ist als der, der von Kollegen oder Vorgesetzten ausgebremst wird. Dann befinden wir uns mitten in einem täglichen Kampf, der uns auslaugt und am Ende krank macht.

Die «Essenz» ist nicht verstrickt

Harmonie kann entstehen, wenn wir aus einem inneren unabhängigen Zentrum heraus handeln. Die Psychosynthese nennt diesen Ort «Essenz». Die Essenz ist niemals parteiisch, sie ist niemals verstrickt.

Um die Essenz zu erfahren, stellt die Psychosynthese einfache praktische Übungen zur Verfügung. Durch regelmäßiges Üben stellt sich das Gefühl ein, dass der Bedrückte nicht identisch ist mit der «Essenz». Auch der, der gern einmal ausrastet, ist nicht identisch mit ihr. Ebenso wenig der dominierende Vater, die dominierende Mutter und auch nicht der, der von Kollegen oder Vorgesetzten ausgebremst wird. Die «Essenz» umgekehrt hat den Überblick über alle Persönlichkeitsanteile, ohne in sie verstrickt zu sein.

Wer die Essenz einmal erfahren hat, kann im Alltag jederzeit zu dieser inneren Haltung zurückkehren. Wenn wir beispielsweise in einer Diskussion im Freundeskreis oder auch in sozialen Netzwerken bemerken, dass das eigene Engagement uns mitreißt, dass wir uns also stark mit unseren Argumenten identifizieren, dann können wir uns auf unsere «Essenz» besinnen. Und darauf, dass wir nicht identisch mit unseren Argumenten sind.

So etwas schenkt Gelassenheit, innere Ruhe und Souveränität. Dann können wir beispielsweise zuhören statt reden. Und nebenbei: Wer selber spricht, erfährt nichts Neues. Ungeahnte, spannende Perspektiven warten auf uns, sobald wir aus der «Essenz» heraus handeln.

Handeln aus der «Essenz» heilt

Für den Körper aber bedeutet Handeln aus der «Essenz», dass er sich selbst heilt. Denn was sich auf der Zell-Ebene als krankmachende Zellerinnerung und als Energiemangel zeigt, ist die Folge von physiologischem Stress, eben dem Stress, der durch widerstreitende Anteile der Persönlichkeit entsteht.

Beinahe jeder Beschwerde und jeder Krankheit, so zeigen die Erfahrungen vieler Ärzte und Wissenschaftler, geht ein ganz eigenes, typisches Muster von stressenden Widersprüchen voraus. Der renommierte Zellbiologe Prof. Bruce Lipton hat herausgefunden, dass «Stress die Ursache von mindestens 95% aller Krankheiten und Leiden“ ist.

Und nicht nur er. Lange vor ihm, schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, hat Hans Selye, der Vater der Stressforschung, beschrieben, wie der Zusammenhang zwischen Stress und Krankheit funktioniert. Der Artikel «Der Mythos vom Altern» beschreibt seine Erfahrungen und Erkenntnisse.

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Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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Hier geht´s zur Meditation.

«Meditation: Den Körper heilen»

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