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Entspanntsein ist ein äußerst kostbarer Zustand in einer Welt voller Spannungen, täglicher Unterwerfungen, Kooperationen und Niederlagen.

Kann Entspannung angesichts dieses prallen Lebens nur im stillen Kämmerlein, also in einer — momentanen — Abkehr von der Welt erreicht werden? Können wir die Dissonanzen eines hektischen Tages wirklich mithilfe einer abendlichen Übung wieder ins Lot bringen?

Die Erfahrung zeigt, dass eine solche Entspannungspraxis hilfreich ist, aber nicht ausreicht. Was brauchen wir also wirklich, damit wir unaufgeregt zwischen Aktivität und Ruhe wechseln, gelassen anpacken und souverän loslassen können?

Entspannung ist nicht, wenn wir dem Thema eine halbe Stunde am Tag widmen. Keine äußerliche Übung entspannt nachhaltig. Entspannung ist ein Modus des gesamten Seins. Etwas, in dem sich mein Herzrhythmus, mein Blutdruck, die Physiologie meines Körpers, der Aufwand, den ich fürs Leben treibe oder auch nicht, letztlich die Leichtigkeit und Inspiration meines Alltags spiegeln.

Solche Entspannung stellt sich am leichtesten ein durch das, was wir einmal Tugenden nannten: Dankbarkeit, Respekt, Empathie, Liebe. Es sind die Tugenden des Herzens, die uns in schwierigen Situationen entspannt bleiben lassen, die uns bei Konflikten das Loslassen zugusten aller Beteiligten lehren.

Öffnen wir uns also für diese Tugenden. Sie werden unsere täglichen Entspannungsübungen vertiefen. Und unser Leben sowieso.

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Tag

Ihr Jürgen Ryżek

Über den Autor

Jürgen Ryżek stellt den Körper in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Er ist für ihn die lebendige, in jedem Augenblick aufs Neue gestaltete Skulptur der Seele, in der sich Seele, Fühlen, Denken, Energie und Physiologie treffen. Ihm und seinen Bewegungen zwischen Anspannen und Entspannen, Zentrieren und Öffnen, Aktivität und Stille gilt seine Leidenschaft. Bodenhaftung garantiert.

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