Seite auswählen
 

Wenn wir über Bewegung sprechen, denken wir zuerst an das Zusammenspiel von Muskeln, Faszien, Sehnen und Gelenken, an praktische Bewegung eben. Dabei bewegen wir uns immer zugleich auch im Inneren. Mehr noch: Bevor wir auch nur einen Finger gerührt haben, hat sich unsere Seele schon bewegt und Selbstheilung in Gang gesetzt.

Diese Erfahrung machte ich schon in den 70ern während meines Musikstudiums. Immer wieder einmal hatte ich besonders schwierige Passagen auf meinem Instrument zu bewältigen, bei denen ich regelmäßig patzte. Um herauszufinden, wo genau der Fehler auftrat, ging ich solche Passagen im Kopf minutiös durch und brachte die Finger in meiner Vorstellung störungsfrei zum Laufen. Dann kehrte ich zu meinen Saiten zurück und hatte nur noch wenig Mühe, das Ganze zu guter Musik zu machen.

Heute belegen wissenschaftliche Studien den Zusammenhang zwischen Bildern der Vorstellung und Veränderungen im Gehirn, die wiederum Beweglichkeit, Koordination, Kraft und manches mehr verbessern. Bewegendes, mitreißendes Kopfkino entsteht daraus aber erst, wenn auch die Gefühle hinzukommen. Und genau hierin liegt ein weit reichendes therapeutisches Potanzial für ganzheitliche Bewegungskünste wie Qigong, Taijiquan, Yoga und andere.

Shares
Share This