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Diese kleine Übung macht deinen Kopf frei, indem sie das neurale Netzwerk in deinem Kopf auf Vordermann bringt. Die Übung spricht fünf von zwölf Gehirnnerven direkt an und beruhigt sie. Die Synapsen bekommen quasi frische Luft. Die Elektrochemie der Gehirnströme wird harmonisiert.

Impulse zu allen Gehirnarealen kommen besser an. Botenstoffe wie z. B. das Wohlfühlhormon Serotonin werden ausgeschüttet. Dies alles führt zu mehr Gedankenruhe, mehr Achtsamkeit, mehr Klarheit, mehr Gelassenheit – mehr von allem, was der Leistungsfähigkeit unserer Schaltzentrale dient. Die Übung entspannt ganzheitlich, also körperlich,mental und emotional.

Sitzhaltung und Vorbereitung

Setze dich bequem, aber aufrecht hin, am besten auf einen Stuhl; oder auf einen Sitzball. Sitzhöcker und Becken ruhen gelöst auf dem Sitz, Kreuzbein und Steißbein sind nach unten gerichtet, die Wirbelsäule baut sich senkrecht darüber auf. Kein Hohlkreuz. Der Kopf schwebt leicht und sicher, als wäre er durch einen goldenen Faden mit dem Körper verbunden.

Lege beide Hände auf den Bauchnabel. Nicht die Finger zielen auf den Nabel, sondern die Handinnenflächen. Spüre intensiv die Region um und hinter dem Nabel im Körperinneren. Atme normal, zwinge nicht den Atem zur Ruhe, sondern lasse innere Stille zu, dann wird der Atem allein ruhig.. Warte einen Moment, bis du das Gefühl hast, bei dir selbst zu sein.

Der Kopf ist und bleibt gerade nach vorn ausgerichtet. Schließe die Augen. Bewege nun die Augen langsam und gleichmäßig: Zuerst nach oben, dann nach unten, nach rechts, nach links, halbrechts oben, halblinks unten, halblinks oben, halbrechts unten.

Führe die Bewegung in jede Richtung hintereinander drei Mal aus und reize den Bewegungsspielraum der Augen voll aus. Wenn du magst, wiederhole die Augenbewegung, jede Richtung erneut 3 Mal.

Der Übungsablauf

1. Lächele von innen in deine Augen hinein, ein aufrichtiges, herzliches Lächeln. Es geht darum, tief aus deinem Inneren zu lächeln. Tue dies so lange, bis du den Unterschied spürst, solange bis deine Augen sich entspannen.

2. Nimm nun das Lächeln von beiden Augen mit zur Mitte des Kopfes, hinein in das Innere der Nase. Rieche lächelnd, so intensiv du riechen kannst. Rieche, bis du das Gefühl habst, als hättest du das Riechen neu entdeckt.

3. Lasse nun zu, dass dein Lächeln ein Stück tiefer sinkt in den Mund hinein. Lege die Zungenspitze an den Gaumen, und verbinde dich mit dem Geschmackssinn. Lächele, während du den Geschmack im Mund in aller Intensität und Reinheit empfinden, ohne dass sich Nahrung im Mund befindet.

4. Lasse dein Lächeln aus dem Mund hinausdringen über die Lippen, die Wangen zu beiden Seiten bis zu den Ohren. Spüre jede Zelle, spüre, wie ein Prickeln über dein Gesicht fließt.

5. Lächele in die Ohren. Bleibe bei dem aufrichtigen, herzlichen Lächeln tief aus deinem Inneren. Lächele tief hinein in das Innere der Ohren. Horche auf die Laute der Stille.

6. Lasse von beiden Ohren aus einen Regenbogen im Inneren deines Kopfes entstehen. Freue dich daran, wie dein Kopf durchstrahlt wird. Genieße die Wärme des farbigen Lichts. Tue das nicht allein in deiner Vorstellung, sondern spüre die Verbindung zwischen beiden Ohren, als würdest du den Raum in deinem Kopf Stück für Stück mit den Fingerspitzen abtasten.

Die Einheit gestalten

Nimm intensiv wahr, wie du den gesamten Kopfraum spürst: Augen, Nase, Mund, Wangen und Gesicht, Ohren und Kopfraum. Hole jetzt auch wieder die Empfindung deines Bauchnabels in den Fokus deiner Achtsamkeit. Verbinde die Empfindungen von Kopf und Bauch. Mache daraus ein Ganzes, gestalte und empfinde die Einheit.

Wie lange?

Solange es Spaß macht und gut tut. Anfangs wird ein Durchgang wenige Minuten dauern. Mit ein bisschen Übung geht es dann innerhalb weniger Sekunden.

Bildquelle: ivi Piqs | Mensch vital bei Google+
Dao-Yoga. Coaching. Aus eigener Kraft.

Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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