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Diese Energieübung des Qi Gong wird als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin sehr erfolgreich gegen niedrigen Blutdruck eingesetzt. Die Übung wirkt auf die Ebene des Organismus, in dem auch die «funktionellen Störungen» angesiedelt sind.

Die Qigong-Übung «Den Himmel stützen» reguliert insbesondere niedrigen Blutdruck. Qigong ist als Teil des Dao-Yoga die Kunst, die eigenen Körperenergien ganzheitlich zum Fließen zu bringen. Qigong verbindet die Vorstellung und die achtsame körperliche Empfindung der Energie Qi | Chi mit dem Atem.

Damit schafft Qigong die Grundlagen für mehr Gesundheit in allen Organen, Geweben, Zellen und Skelettsystem. Umgekehrt fließt die Energie dann wie ein breiter Strom durch die sogenannten Meridiane, die Energiebahnen, wenn unsere Haltung stimmt – sowohl die innere als auch die äußere.

Das körperweite Netz der Energie Qi | Chi, die Grundlage des Qigong, ist diejenige Ebene unseres Organismus, wo die «funktionellen Störungen» der westlichen Medizin ihren Sitz haben.

Die Ausgangsposition

Stelle dich gelassen, entspannt und aufrecht hin, die Füße etwa hüftbreit auseinander, der Kopf fühlt sich an, als schwebte er. Atme ruhig, aber achte nicht allzu sehr darauf. Am besten hilft die Übung – und fließt die Energie Qi -, wenn du so stehst, wie es ausführlich im Artikel «Nervös? Erschöpft? Die Aufladeübung» beschrieben wird.

Das Qi wachreiben

Reibe die Hände aneinander, bis sie warm sind. Spüre, empfinde körperlich das Qi, als Prickeln, als Strömen von Wärme oder Kühle oder auf deine eigene Art. Lege die Hände auf den Bauchnabel. Dahinter, in der Mitte des Körpers, liegt der Körperschwerpunkt, zugleich befindet sich dort der Sitz des Dantien, der Lebensenergie Qi, die auch im Qigong gesteuert wird. Nimm Kontakt zur Energie Qi im Dantian auf.

Achte darauf, dass die Kontaktaufnahme nicht im theoretischen steckenbleibt. Das Qi ist eine körperliche Erfahrung., keine Vorstellung.

Der Bewegung beginnt

Hebe nun die Hände vor den Körper, deine Handflächen weisen nach oben, Daumen weisen nach vorn vor dich, Mittelfinger berühren sich leicht, Ellbogen bewegen sich sanft gegen die Flanken. Finger und Handflächen sind leicht gerundet, es ist ein bisschen so, als hieltest du vor dir einen Ball.

Sinke ganz leicht mit dem Becken nach unten, d. h. die Knie runden sich ein kleines bisschen mehr. Nicht den Po nach hinten strecken, vielmehr dabei die Wirbelsäule gerade halten, der Kopf schwebt währenddessen noch höher. Die Hände gleiten nun in der Ausgangsstellung nach oben bis über die Brustwarzen. Ziehe die Energie Qi aus dem Dantian mit.

Einen Ball halten und nach oben schieben

Dort drehen sich nun die Handflächen um das Handgelenk herum, zuerst über innen nach unten und dann zunächst nach vorn, während zugleich die Ellbogen nach außen drehen.

So als schöbest du den Ball nach oben, lässt du die Hände jetzt sanft fließend weiter steigen — und mit ihnen die Energie Qi —, während die Handflächen sich über vorn nach oben wenden, bis auf Höhe der Stirn. Am Ende hast du die Handflächen nach oben gedreht, Hände stets leicht gerundet. Die Finger berühren sich nicht, befinden sich aber einander gegenüber. Die Ellbogen sind gerundet, ebenso die Hände. Die Schultern bleiben entspannt, lasse sie während der gesamten Bewegung immer wieder ganz bewusst los.

Den Himmel stützen

Lasse Hände und Arme noch ein Stückchen weiter steigen, und nimm die Energie Qi mit. Stelle dir dabei vor, den Himmel zu stützen, spüre körperlich sein Gewicht und halte ihn ganz gelassen dort oben.

Bleibe einige Moment in dieser Position. Spüre, wie die Energie Qi von unten nachfließt bis in deine Hände über dem Kopf.

Die Bewegung geht rückwärts

Nun geht die Bewegung zurück. Die Arme sinken zunächst bis auf Schulterhöhe und dann weiter bis vor das Dantian. Nicht vergessen: Nimm die Energie Qi mit. Zugleich steigt dein Becken wieder höher, dabei bleibt die Wirbelsäule gerade, die Knie strecken sich ein wenig, jedoch nicht ganz, sondern so, dass sie immer noch leicht gerundet sind.

Die anfangs nach oben gerichteten Handflächen drehen sich auf dem Weg abwärts einmal um sich selbst, bis sie am Ende erneut nach oben weisen. Daumen weisen nach vorn, Mittelfinger berühren sich, Ellbogen sind leicht nach vorn gezogen. Du hast die Ausgangsposition der Bewegung erreicht.

Wie oft? Wie lange?

Wiederhole diesen Ablauf mehrmals, sooft und solange es Spaß macht.

Am Ende legst du die Hände wieder auf das Dantian. Spüre zum Abschluss die Energie Qi.

Am Ende höre nicht einfach auf. Beende die Übung mit einem kleinen Ritual, das kann ein Kopfnicken oder etwas ähnliches sein.

Bildquelle: segovax Pixelio | Mensch vital bei Google+
Dao-Yoga. Coaching. Aus eigener Kraft.

Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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