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Die Fünf Wandlungsphasen sind das Kernstück der chinesischen Medizin (TCM). Manche behaupten, die Lehre sei mehr als 5000 Jahre alt. Heute ähneln die energetischen Methoden der Fünf Wandlungsphasen der «Quantenheilung». Sie sind auch ein starkes Werkzeug für die Selbstheilung.

Die Fünf Wandlungsphasen – («Erde», «Metall», «Wasser», «Holz» und «Feuer») – entwickelten sich aus der allem chinesischen Denken zugrunde liegenden Lehre von Yin und Yang In der traditionellen chinesischen Medizin kann ein gesundes und langes Leben nur durch die Balance zwischen Mensch und Kosmos, Mensch und Natur sowie Mensch und Organen erreicht werden. Das Prinzip von Yin und Yang, das aus dem Daoismus hervorgeht, bildet eine entscheidende Grundlage dieses Gleichgewichts in der Natur, dem Kosmos und natürlich dem Menschen. Sie sind zwei sich ergänzende, nicht voneinander zu trennende, miteinander im Gleichgewicht stehende und sich ständig verändernde Elemente, die die Voraussetzung für alles Leben sind. Das Bedürfnis dafür entstand, weil man die Dynamik einer Balance — zum Beispiel Abläufe, Strukturen, zeitliche Rhythmen wie die Jahreszeiten und viele Prozesse mehr — besser darstellen wollte.

Yin & Yang

In der Balance von Yin und Yang beeinflussen einzelne Aspekte einander und lösen sich ab, zusammen bilden sie ein Ganzes. Kaum ein Konzept ist ausgereifter und zudem wahrhaft ganzheitlich. Balance entsteht gemäß dem chinesischen Denken innerhalb komplexer Muster, niemals jedoch als Endpunkt einer Kausalkette.

Das dynamische Zusammenspiel zwischen Mustern ist deshalb der prägende Aspekt der Lehre. Sie ist ein Sinnbild für zyklische Abläufe in allen Lebensbereichen und Lebensprozessen, Sinnbild letztlich für das ewige Werden und Vergehen.

Mensch & Natur

Anders als im westlichen Denken steht der Mensch aus der Perspektive der Fünf Wandlungsphasen der Natur nicht gegenüber, sondern ist Teil von ihr. Sein Wesen spiegelt die rhythmische, periodisch wiederkehrende Ordnung der Natur wider. So drückt auch jede seiner individuellen körperlichen, geistigen und seelischen Äußerungen, sogar kollektive Werte und Traditionen, Aspekte der Natur aus. Die Fünf WandlungsphasenEin Höhepunkt der Philosophie der fünf Wandlungsphasen ist das im alten China sehr bedeutende Werk Wuxing Dayi 五行大義 , ein Werk, das aus der Büchersammlung des Gelehrten Xie Qi stammt, der während der Sui-Dynastie (581-618 n. Chr.) gelebt hat. können solche komplexen Prozesse systematisch darstellen.

In einer Situation wie der heutigen, wo der Lebensstil uns von natürlichen Abläufen immer deutlicher trennt, wo wir selbst häufig unser Denken von unserer Intuition absondern und den Einfluss von Gefühlen und Emotionen auf unseren Körper manchmal nicht mehr wahrnehmen und erkennen, in einer solchen Situation also eröffnen sich mit den Fünf Wandlungsphasen ungeahnt neue Perspektiven. Mehr Bewusstheit und neue Freiheiten warten auf uns.

Gleichgewicht & Dynamik

Ein dynamisches Gleichgewicht wurde von den Chinesen immer schon als eine Balance zwischen einem Zuviel oder Zuwenig von Energie betrachtet. So lotet denn auch jede der Fünf Wandlungsphasen ihre jeweilige innere Balance zwischen jenen entgegengesetzten Polen von Yin und Yang aus.

Zwischen den Wandlungsphasen gilt dasselbe Prinzip. Der Übergang von einer Wandlungsphase zur anderen stellt deshalb den Wandel von einer energetischen Qualität zur anderen dar.

Gesundheit & Krankheit

Leben entwickelt sich aus dieser Perspektive in einem Miteinander von Energien unterschiedlicher Qualität und Quantität. Wir können Leben deshalb verstehen als einen frei beweglichen oder aber gestauten Fluss von Energien. Aus diesem Prozess ergeben sich auch die Zustände, die wir Gesundheit und Krankheit nennen.

Weder «Gesundheit» noch «Krankheit» sind statische Zustände, es sind bewegliche Momentaufnahmen, ständig in Bewegung, unaufhörlich sich verändernd. Jede Gesundheit kann sich zur Krankheit wandeln. Und jede Krankheit zur Gesundheit.

Annäherung zwischen östlichem & westlichem Denken

Vor 5000 Jahren war diese Sichtweise sensationell. Oder erscheint es uns nur so, wenn wir die Fünf Wandlungsphasen durch den Filter westlicher Überzeugungen ansehen?

Allerdings sind die alten Vorstellungen der westlichen Wissenschaft seit Jahren immer mehr und immer schneller dabei, sich zu verändern. Nicht nur wissen wir inzwischen, dass alle Materie Energie ist, wir verstehen auch allmählich immer besser, wie diese Energie sich zu Materie wandelt, wie die Energie des Denkens und Fühlens in unserem Organismus zur Ausschüttung von Hormonen und Enzymen führt, wie unser Stoffwechsel davon gesteuert wird.

Die physiologischen Prozesse unsere Organismus bewegen sich ständig und synchron mit den Schwingungsfrequenzen von Gedankenmustern und Glaubenssätzen. Dieses synchrone Geschehen gehört zu den grundlegenden Eigenschaft der chinesischen Energie QiDer chinesische Begriff Qì bedeutet Energie, Atem oder Fluidum, kann aber wörtlich übersetzt auch Luft, Gas (in der Chemie/Physik), Dampf, Hauch, Äther sowie Temperament, Kraft oder Atmosphäre bedeuten. Außerdem bezeichnet Qi die Emotionen des Menschen und steht nach moderner daoistischer Auffassung auch für die Tätigkeit des neurohormonalen Systems. Mehr auf wikipedia.de.. So entsteht ein dynamisches, ein ständig sich veränderndes Gleichgewicht.

Archaisch & höchst aktuell

Der ungarische Mediziner Dr. Albert Szent-GyorgyiUngarischer Mediziner, Biochemiker und Nobelpreisträger. 1970 erschien sein gesellschaftskritisches Buch The Crazy Ape (Der fehlentwickelte Affe), in dem er sich mit einer einseitigen Fixierung der heutigen Gesellschaft auf den technischen Fortschritt auseinandersetzt. schrieb: „Menschen ohne Berücksichtigung des Energiebegriffs behandeln, heißt tote Materie behandeln.“ Und Dr. Bruce LiptonZellbiologe und Epigenetiker. Einen guten Überblick über sein Denken gibt sein Buch: Intelligente Zellen. Wie Erfahrungen unsere Gene steuern. Burgrain (Koha) 2006, S. 119. erläutert: „Alle Organismen, auch Menschen, nehmen ihre Umgebung durch Energiefelder wahr und kommunizieren durch sie.“

Wie sehen nun diese neuen Aussagen westlicher Wissenschaftler in der Praxis der Fünf Wandlungsphasen aus?» Einen guten Einstieg bietet dieser Beitrag. Stellen Sie sich die Arbeitsweise mit allen Wandlungsphasen etwa so vor wie bei der Wandlungsphase «Metall».

Bildquelle: M. Schuppich Fotolia | Mensch vital bei Google+

Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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