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Die folgende unglaubliche Geschichte einer Selbstheilung berichtet der Psychologe und Psychoanalytiker Dr. RossiErnest Lawrence Rossi (* 26. März 1933 in Shelton, Connecticut). US-amerikanischer Psychologe, Psychoanalytiker, Psychotherapeut, Lehrer und Publizist. 1991 erschien sein Buch «Die Psychobiologie der Seele-Körper-Heilung.» Sein Bericht beginnt auf Seite 18. Lies hier meine Zusammenfassung:

Apfelsinengroße Tumormassen

Mr. Wright hatte einen bösartigen Krebs, ein LymphosarkomEin Lymphosarkom ist eine Form von Lymphdrüsenkrebs in fortgeschrittenem Stadium. An seinem Hals, in den Achselhöhlen, in der Leistengegend, in der Brust und im Unterleib fanden sich riesige, apfelsinengroße Tumormassen. Milz und Leber waren enorm geschwollen. Der Brustlymphgang war verstopft. Jeden zweiten Tag wurden ihm ein bis zwei Liter einer milchigen Flüssigkeit aus dem Brustraum abgesaugt.

Immer häufiger kam er nicht ohne Sauerstoffmaske aus. Er sprach auf keine Behandlung mehr an, die Ärzte sahen ihn in einem hoffnungslosen Zustand und hatten ihn aufgegeben. Lediglich ein Beruhigungsmittel erhielt er noch, um ihm das Sterben ein wenig zu erleichtern. Die Ärzte glaubten, dass er die nächsten zwei Wochen nicht überleben würde.

Ein neues Krebsmedikament weckt Hoffnung

Dann wurde in den USA ein neues Medikament mit dem Namen «Krebiozen» getestet. Auch die Klinik, in der Mr. Wright sich befand, testete. Mr. Wright war allerdings wegen seines schlechten Zustandes nicht für den Test vorgesehen. Er kämpfte aber um einen Platz in dieser Gruppe, und schließlich gehörte er zu den wenigen Testpersonen. Seine ganze Hoffnung lag in diesem Präparat. Niemand wusste zu jenem Zeitpunkt, dass sich das Medikament später als wirkungslos erweisen würde.

Seine erste Injektion erhielt Mr. Wright an einem Freitag. Als sein persönlicher Arzt am Montag wieder in die Klinik kam, erwartete er, ihn sterbend oder schon tot vorzufinden, so dass er sein Medikamentenkontingent einem anderen Patienten zugute kommen lassen würde.

Wie Schneebälle auf einer heißen Herdplatte

Mr. Wright war fiebrig, schwach, nach Luft schnappend und absolut bettlägerig gewesen, als der Arzt ihn verließ; jetzt lief er auf der Station herum und plauderte fröhlich mit den Schwestern. Bei keinem der anderen Patienten – alle hatten die erste Injektion zur gleichen Zeit bekommen – stellte der Arzt eine Besserung fest, sondern eher eine Verschlechterung.

Allein bei Mr. Wright gab es diese sensationelle Besserung. Die Tumormassen waren geschmolzen «wie Schneebälle auf einer heißen Herdplatte», so die ungläubige Beschreibung des Arztes. Buchstäblich übers Wochenende waren sie auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft. Dabei hatte er außer dieser einzigen, nutzlosen «Spritze» keinerlei Behandlung erfahren.

Geheilt nach 10 Tagen

Innerhalb von zehn Tagen konnte Mr. Wright sein «Sterbebett» verlassen. Alle Symptome seiner Krankheit waren in dieser kurzen Zeit verschwunden. So unglaublich es klingt, dieser «moribunde»lat. moribundus, zu: moriri = sterben. Im Sterben liegend, todgeweiht, dem Tode nahe Patient, der unter Sauerstoffmaske seine letzten Atemzüge zu tun schien, atmete jetzt nicht nur wieder normal und war vollständig aktiv, sondern setzte sich in sein Flugzeug und flog in 4000 Meter Höhe, ohne irgendwelche Beschwerden zu haben!

Diese unglaubliche Geschichte ereignete sich zu Beginn der „Krebiozen“-Testphase. Nach zwei Monaten erschienen in den Zeitungen widersprüchliche Berichte: Keine der Kliniken, die an dem Test teilnahmen, konnte positive Ergebnisse melden. Gleichzeitig widersprachen die Hersteller hartnäckig den entmutigenden Ergebnissen, die sich abzeichneten.

Die Hoffnung stirbt

Mr. Wright wurde durch diese Berichte verunsichert, immer mehr verlor er den Glauben an seine letzte Hoffnung. Schließlich, nach zwei Monaten, in denen er praktisch völlig gesund gewesen war, fiel er wieder in den ursprünglichen Zustand zurück und war niedergeschlagen und unglücklich.

Bevor Mr. Wright verzweifelt völlig aufgab, weil seine Krankheit trotz der «Wunderpille», die zuerst so gut geholfen hatte, wieder ausgebrochen war, beschloss sein persönlicher Arzt, den «Wunderdoktor» zu spielen und damit auch dem anfänglichen Wunder der Selbstheilung auf die Spur zu kommen. Er erklärte Mr. Wright gegenüber den Rückschlag damit, dass das Medikament beim Lagern schlecht geworden sei. Er überzeugte ihn, einen weiteren Versuch zu wagen: «Morgen bekommen wir eine neues, doppelt-raffiniertes Produkt, das noch eine stärkere positive Wirkung hat als die ursprünglichen Injektionen.»

Der Erfolg des «Wunderdoktors» und das Ende

Die Nachricht war für Mr. Wright eine Offenbarung, und so krank, wie er auch sein mochte, gewann er doch seinen alten Optimismus zurück und war begierig, noch einmal neu anzufangen. In einem ziemlich theatralischen Auftritt gab der Arzt ihm die erste Injektion mit dem angeblich doppelt starken, frischen Medikament – das nur aus klarem Wasser und sonst nichts bestand.

Mr. Wrights Erholungsprozess aus einem fast moribunden Zustand vollzog sich beim zweiten Mal noch dramatischer. Die Tumormassen schmolzen dahin, die Flüssigkeit im Brustraum verschwand, er konnte aufstehen und flog sogar wieder. Zu dieser Zeit waren seine Ärzte von seiner Vitalität begeistert.

Da die Wasserinjektionen solche Wunder wirkten, wurden sie fortgesetzt. Über zwei Monate lang war er symptomfrei. Dann las Mr. Wright in der Presse den abschließenden Bericht der amerikanischen Ärztekammer: «Tests in allen Staaten der USA haben ergeben, dass Krebiozen bei der Behandlung des Krebses wirkungslos ist.»

Ein paar Tage später wurde er in außerordentlich schlechtem Zustand in die Klinik eingeliefert. Er hatte seinen Glauben endgültig verloren, seine letzte Hoffnung war dahin, und er starb nach weniger als zwei Tagen.

Am Anfang der Behandlung war etwas mit Mr. Wright geschehen, das sowohl sein Immunsystem stärkte als auch sein autonomes NervensystemDas autonome Nervensystem - auch vegetatives Nervensystem (VNS), viszerales Nervensystem (VNS) oder Vegetativum genannt - passt biologisch automatisch ablaufende Vorgänge im Inneren des Körpers an und reguliert sie. Solche Abläufe können vom Menschen nicht willentlich beeinflusst werden, verändern sich aber infolge von Meinungen und Überzeugungen und der Aufmerksamkeit, die wir unseren Glaubenssätzen widmen.. Beide mobilisierten offenbar seinen Blutkreislauf in einem so hohem Maße, so dass er die Gift- und Abfallstoffe des verschwindenden Krebses ausscheiden konnte.

Eine Vision vom gesunden Leben

Dass Mr. Wright sich selbst heilen konnte, war nach Meinung seiner Ärzte einzig darauf zurückzuführen, dass er an seine Heilung glaubte. Wie sagt man: Wider besseres Wissen? Aus dem Nichts erschuf er neue, gesunde Zellen, erschuf seinen Körper neu, wurde zum Schöpfer seines Körpers. «Er sah aus wie das blühende Leben.» Als er jedoch anfing zu zweifeln, er seiner Hoffnung, seinem Hochgefühl und seiner Vision vom gesunden Leben nicht mehr vertraute, verschlechterte sich prompt sein körperlicher Zustand. Als er die Kraft des Glaubens völlig verloren hatte, starb er.

Placebo, Glaube und Selbstwirksamkeitserwartung

Die Schulmedizin hat für den hier beschriebenen Vorgang den Begriff «Placebo-Effekt» erfunden. Tatsächlich verschleiert dieser Begriff mehr, als er erklärt. Heute wissen und akzeptieren immer mehr Ärzte, was dahinter steckt. Die Wirkung eines Placebos beruht auch für immer mehr Schulmediziner auf einer positiven Erwartungshaltung des Patienten. Ein Placebo sorgt nach schulmedizinischer Auffassung dafür, dass auf der Grundlage und in Übereinstimmung mit einer solchen inneren Haltung körpereigene Stoffe ausgeschüttet werden, die den Selbstheilungsprozess ursächlich in Gang setzen.

Eine solche Erwartungshaltung nenne ich «Glaube». Ohne Glaube keine Selbstheilung. Damit ist aber hier nicht der Glaube auf heutigem christlichen oder anderen religiösen Hintergrund gemeint. Vielmehr verknüpfe ich damit eng das Konzept der SelbstwirksamkeitserwartungDas Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) wurde von dem kanadischen Psychologen Albert Bandura, einem der führenden Psychologen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in den 1970er Jahren entwickelt. SWE bezeichnet die Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Ergebnisse erfolgreich selbst erzielen zu können..

Solche Selbstwirksamkeitserwartung ist allerdings nicht neu und keine Erfindung der heuigen Psychologie. Schon in Matthaeus 9, 22 heißt es: «Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde.»

Bildquelle: Susanne Schmich bei pixelio.de | Mensch vital bei Google+ | Mensch vital bei YouTube| Mensch vital bei Vimeo
Heile dich selbst. Coaching. Aus eigener Kraft.

Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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