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Sorgen und Ängste, Glücksgefühle und Euphorie, Meinungen und Glaubenssätze, letztlich also alle unsere Gefühle, unsere Überzeugungen und unser Glaube daran steuern unseren Körper. Sie machen den Unterschied zwischen Wohlgefühl und Beschwerden, Gesundheit und Krankheit. Das ist die Grundlage für Selbstheilung.

Unübersehbar viele wissenschaftliche Studien lassen schon lange keinen Zweifel mehr, dass Scheinbehandlungen Placebos (lat. „ich werde gefallen“) sind im medizinischen Sprachgebrauch Scheinarzneimittel, die keinen Wirkstoff enthalten, keine durch einen solchen Wirkstoff verursachte pharmakologische Wirkung haben können und dennoch Resultate erzielen. Die Ergebnisse entsprechen genau der Wirkung, die vor Einnahme des Placebos vom Therapeuten angekündigt und vom Patienten erhofft wurden.erfolgreich sein können.

Placebos und ihre Wirkung

  • Kaffee treibt Puls und Blutdruck in die Höhe, nicht wahr? Aber geschieht das auch dann, wenn gar kein Koffein enthalten ist? Ja, tut es. Nur glauben muss man daran.
  • Knieoperationen, bei denen nur oberflächliche Schnitte ausgeführt wurden, das Kniegelenk jedoch unberührt blieb, zeigten nicht mehr und nicht weniger Wirkung als «echte» Eingriffe.
  • Migräne-Patienten erhielten eine Spritze in den Nackenbereich. Beim einen Teil war ein Medikament enthalten, beim anderen Teil nur Kochsalzlösung. Beide Gruppen berichteten von der gleichen Wirkung.
  • Studenten in Neuseeland erhielten ein simples Tonic-Water. Weil den Versuchspersonen gesagt wurde, dass es Alkohol enthielte, lallten nicht wenige von ihnen, fühlten sich unsicher auf den Beinen und machten „alkoholbedingte“ Fehler bei einem Merktest.

Glaube bewirkt messbare Resultate

Aber nicht nur eine Scheinbehandlung wirkt, für messbare körperliche Wirkungen genügt die eingehende geistige Beschäftigung mit einem Thema. So wurden beispielsweise mehr Muskelmasse und mehr Beweglichkeit von Versuchspersonen erreicht, die bei einem Training lediglich zuschauten und sich die beobachteten Bewegungen innerlich vorstellten. Und Meditation beruhigt nachweislich den Stoffwechsel, mildert Schmerzen, senkt den Blutdruck, lässt das Herz langsamer schlagen.

Der Glaube an Erfolg oder Misserfolg einer Therapie, eines Medikaments und auch der Selbstheilung beeinflusst deren Erfolg noch stärker als bislang ohnehin schon angenommen: Glaube kann einerseits selbst die Wirkung starker Medikamente vollkommen zunichtemachen, andererseits aber heilsame Wirkungen überhaupt erst hervorrufen.

Die Rolle des emotionalen Gehirns

Grundlage für derartige Wirkungen sind die Verbindungen zwischen den «Emotionszentren» im Gehirn und dem Zentralen Nervensystem, das den Körper und seine Organe über Impulse steuern. Solche Signale erreichen den Körper sowohl über die Nerven als auch über Körperflüssigkeiten, sprich Hormone, Enzyme und andere stoffwechselaktive Substanzen.

Jeder Mensch lebt mit dieser Kraft seiner Gefühle und Überzeugungen in jedem Augenblick. Eben mit dieser Kraft greift er in das biologische Geschehen im Inneren seines Körpers ein. Dabei liegt es allein in seiner Entscheidung, ob das durch positive, gesund erhaltende oder gesundmachende Überzeugungen geschieht oder durch negative, krankmachende.

Innerer Arzt anstatt Medizin

Es ist also durchaus nützlich, einmal genauer hinzuschauen, welche automatisch ablaufenden Gedanken und Reaktionen zum eigenen Repertoire der Gewohnheiten gehören. Denn mit dieser Macht, die in uns allen steckt, so Professor Wolfram Schüffel, Leiter der Klinik für Psychosomatik an der Universität Marburg, lassen sich zwei Drittel aller Krankheiten in ihren Auswirkungen mildern, wenn nicht gar verhindern.“ Wobei diese beliebig genannte Zahl von zwei Dritteln kritisch gesehen werden muss. Lies hierzu zum Beispiel den Artikel Tumormassen schmelzen dahin.

Das beschriebene enge Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele wird oft als «innerer Arzt» oder «innerer Heiler» bezeichnet. Die Ganzheit des Organismus macht seine «natürliche innere Heilkraft» aus. Medikamente dagegen greifen lediglich von außen ein, mit weniger Erfolg. Ähnlich drückte das schon Hippokrates vor mehr als 2000 Jahren aus, auf den Ärzte sich noch heute berufen: «Die Natur heilt, der Arzt kuriert.» Sein Grundsatz erscheint heute angesichts von immer mehr wissenschaftlichen Beweisen in einem neuen Licht.

Wer also auf seinen Körper hört, wer weiß oder spürt, was ihm gut tut und Widerstandskraft verleiht, der verbindet in sich uralte Weisheit und neueste Erkenntnis. Besser kann man seine persönlichen gesundheitsfördernden Kräfte nicht nutzen. Besser kann man ein gesundes Leben nicht unterstützen und fördern.

Bildquelle: Reinhld G. Pixelio | Mensch vital bei Google+
Heile dich selbst. Coaching. Aus eigener Kraft.

Über den Autor

Jürgen Ryżek ist ein Dao-Yoga-Lehrer, LifeCoach, Autor und Denker, der sich seit 1980 dem Lehren und Coachen zur Pflege einer kraftvollen Körper-Geist-Seele-Beziehung widmet. Seit er sein Herz nach einem Infarkt durch Selbstheilung aktiv und vollständig wiederherstellte, entwickelt er Methoden rund um die Heilung körperlicher Schäden aus eigener Kraft. Dabei lässt er sich von traditionellem europäischen und fernöstlichen Heilwissen inspirieren. Als tragende Idee dient ihm eine Metaphysik der Selbstheilung.

Alle Beiträge von Jürgen Ryżek.

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