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Etwa 60 000 Gedanken denkst du im Durchschnitt täglich. 3% aufbauende, hilfreiche Gedanken, die dir selbst oder anderen Nutzen bringen. 25% destruktive Gedanken, die dir selbst oder anderen schaden. 72% flüchtige, unbedeutende Gedanken, die nur vergeudete Zeit und Energie sind. Selina schildert in diesem Beitrag, wie sie durch destruktives Denken in eine tiefe Krise stürzte, wie aber Vertrauen und die selbstheilende Kraft aufbauender Gedanken die Fülle in ihr Leben zurück brachten.

«Der Gedanke ist der Vater aller Dinge.» Die meisten Menschen kennen diesen Satz, aber kaum einer kennt die wahre Bedeutung – geschweige denn die gewaltige Tragweite dieses Satzes. Mit dem Gedanken fängt ALLES an. Im Geistigen wird ausnahmslos die Ursache für ALLES gelegt – kein Ding kann sein, ohne dass es vorher im Gedanken war.

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind,entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

 [Buddha]

Wenn es so ist, wie mächtig sind wir Menschen mit der Kraft unserer Gedanken wirklich? Welche Beziehung besteht zwischen unseren Gedanken, unseren Gefühlen und unserem Wohlbefinden? Können wir uns «gesund» denken?
Wenn wir mit jeder Zelle unseres Körpers an Gesundheit denken würden, wenn wir an die eigene Macht der Heilung glaubten, dann würden wir gleichzeitig in der Eigenverantwortung leben. Wir würden dann nicht mehr im Außen nach Schuldigen suchen. Wir würden zuerst bei uns selbst Ausschau halten, welche Gedanken fehlgeleitet wurden und sich als Fehlinformation in unseren Zellen «verhärtet» haben.

Selbstheilung folgt auf Selbstverantwortung

Es gibt in der heutigen Zeit ausreichende und profunde Informationen über die Kraft der Gedanken. Alte heilige Schriften können eingesehen werden, östliche Lebensphilosophien offenbaren ihr Wissen und zahlreiche Bücher wollen unsere Augen öffnen. In den letzten Jahrzehnten wurden wir regelrecht mit Wissen und Wahrheiten über unsere Gedanken überflutet.

Dennoch gibt es heute so viele Menschen wie nie zuvor mit schweren körperlichen und auch seelischen Beschwerden und Erkrankungen. Krebs, Depressionen, Burnout — Volkskrankheiten, die massiv Einzug halten. Die Menschen werden immer stärker aufgefordert, sich die geistig anspruchslosen, abstumpfenden Informationen zu eigen zu machen, die der Gesellschaft angeboten werden.

Zugleich überschwemmt die Pharmaindustrie den Markt mit immer neuen Medikamenten. Menschen, die aus Bequemlichkeit ihre Macht abgegeben haben oder die manipuliert wurden, vertrauen auf Pillen, die Heilung versprechen — mit verheerenden Folgen in geistiger, aber auch in körperlicher Hinsicht. Ein Versprechen, das die Betroffenen von der eigenen Heilungskraft immer weiter entfernt.

Doch genau diese Selbstheilungskraft ist es, die mit der Hilfe unserer Gedanken aktiviert werden kann.

Meine Krise war meine Chance

Mitte 2012 stand ich sowohl beruflich als auch privat vor einem Scherbenhaufen. Meine damalige selbstständige Tätigkeit war zum Scheitern verurteilt, finanziell war ich so gut wie am Ende, eine frische Liebesbeziehung zerbrach und schmerzhafte Erfahrungen aus Kindheit und Jugend schienen mich wieder einzuholen.

Ein Burnout entwickelt sich über Monate oder sogar Jahre, es war also ein schleichender Prozess, in dem ich mich befand. Als Geschäftsführerin eines Gemeinschafts-Projekts war ich kaum noch in der Lage, mein tägliches Arbeitspensum zu schaffen. So quälte ich mich Tag für Tag 2-3 Stunden zumindest die wichtigen Aufgaben zu verrichten. Das fiel natürlich meinem damaligen Geschäftspartner auf.

Gedanken des Mangels, Versagens, der Erfolgslosigkeit, Existenzangst, Schuldgefühle, Minderwertigkeit und Ungerechtigkeit, und noch so einiges mehr, ließen mich erstarren.

Solche dominierenden Gedanken, gefolgt von zerstörerischen Gefühlen, führten zunächst zur Trennung von meinem wahren Wesen. Es folgte das Ende meiner Liebesbeziehung. Doch diese Erfahrungen waren lediglich der Beginn weiterer Veränderungen. Kurz darauf wurde das privat finanzierte Projekt aufgrund Geldmangels eingestellt. Finanziell stand ich vor dem befürchteten Aus.

All dies habe ich, so meine heutige Überzeugung, mit meinen Gedanken und Gefühlen angezogen. Trotz meiner beängstigenden Lage empfand ich die Veränderungen als Segen und Befreiung. Das Wort «Krise» erhielt für mich eine neue Gewichtung, es bedeutet im Chinesischen gleichzeitig auch «Chance».

Raus aus dem Verstand, rein ins Vertrauen

Durch neue Gedanken und die Befreiung aus den erdrückenden Lebensumständen wurde Raum für neue Möglichkeiten geschaffen. Ich begann, auf meine innere Führung zu vertrauen. Plötzlich kam ein neues Projekt auf mich zu, das mir eine finanzielle Entlastung bescherte.

Ich erlaubte mir, ungeachtet aller Vernunft und motiviert durch neue Gedanken der Fülle, nach über 10 Jahren eine Fernreise nach Bali. Ich erhoffte mir durch die Reise zum einen, meine Lebensaufgabe zu erkennen, und zum anderen, Seelenheil mit Hilfe von dortigen traditionellen Heilmethoden zu finden. Ich erhoffte mir dabei auch die Aktivierung meiner Selbstheilung.

Die Finanzierung der Reise entzog sich völlig meinem Verstand. Ich traute mich wieder, meinem Leben zu vertrauen. Mangeldenken sollte weichen, alte Gedankenmuster wollten durchbrochen werden. Ich wollte endlich mir und meinem Seelenheil wieder etwas Gutes tun.

Die Burnout-Symptome begannen mit der Zeit zu weichen, und neues Vertrauen feierte seinen Einzug. Ich hörte immer mehr auf meine innere Stimme und vertraute auf eine mir bis dahin unbekannte göttliche Führung.

Von der Erkenntnis zur Veränderung

Was denken wir wirklich, und welcher Natur sind die vorherrschenden Gedanken? Wer oder was geben wir vor zu sein? Es ist notwendig, dass wir auch die Emotionen betrachten, die durch diese Gedanken heraufbeschworen werden.

Wenn wir uns in einer Lebenskrise befinden, dann ist es wichtig zu erkennen, was aus dem Ruder gelaufen ist. Beginnen wir damit, unsere selbstzerstörerischen Themen zu betrachten, frei von jeglicher Bewertung, losgelöst von der Macht des Egos. Erst dann können wir mit neuer Klarheit unsere Gedanken beobachten und ordnen. Alte ausgediente Glaubenssätze können erkannt, entmachtet und in neue, positive transformiert werden.

Solche Überlegungen gingen durch meinen Kopf. In dem Wissen, dass Gedanken auch Taten zu folgen haben, wurde die beharrliche Selbstreflektion meines Denkens und Handelns auch für mich zur höchsten Aufgabe und täglichen Herausforderung.

Ich begriff, dass klares Denken und Fühlen elementare Voraussetzungen sind, um das wahre Potential von Gedanken zu erkennen und zu nutzen. Es reicht bei weitem nicht aus, nur Bücher oder Seminare über Selbstheilung zu konsumieren. Das mag durchaus ein sinnvoller Ansatz sein. Der wichtigste Schritt bleibt dennoch das Handeln selbst.

Der Prozess, bei dem wir uns bewusst darüber werden, dass unsere Gedanken schleichend fehlgeleitet wurden, gesteuert von geistig anspruchslosen, abstumpfenden Informationen und einem unerbittlichen Ego, ist der sichere Anfang der Selbstheilung. Damit beginnen wir, wie aus einem langen Dornröschenschlaf zu erwachen.

Zurück in die Eigenverantwortung

Es gibt zahlreiche Methoden und Möglichkeiten, wie wir unsere Gedanken wieder Richtung Heilung und Fülle lenken können. Ich nutze den Weg der stetigen Selbstreflektion und Beobachtung meiner Gedanken und Handlungen. Täglich prüfe ich aufs Neue, ob mir alte Glaubenssätze noch dienlich sind, und entscheide mich für neue positive Gedanken. Ungeachtet dessen, was meine Mitmenschen meinen, was gut oder richtig für mich sei. Ich bleibe mir selber treue und lasse Veränderungen zu. Dazu gehören auch die Kunst des «Loslassens» und die Überwindung des Egos, das sich über viele Jahre eine Monopolstellung gesichert hat.

3 Jahre war ich auf der Suche nach Heilung, Transformation und meiner Lebensaufgabe, im Vertrauen auf göttliche Führung. Ohn-Macht und seelische Verletzungen kann ich nun aus einer neuen Perspektive betrachten und mich aufs Neue entscheiden, wie ich mein Leben führen möchte. Aus Mangeldenken wurde Vertrauen in Fülle.

Durch die Rückkehr zur Eigenverantwortung und die tiefe Absicht für ein erfülltes Leben kam mein Leben wieder in Fluss. So begann aus einer Krise heraus auch mein Seelenprojekt als Vision zu erblühen — das Ashram für Frauen auf Mallorca.

Mit diesem Seelenprojekt konnte ich klarer die Fügungen meines Lebens erkennen. Dadurch, dass sich alles plötzlich zum Guten fügte, begriff ich, welche Teile zu meiner Lebensaufgabe gehören. Wenn Dinge beginnen, sich plötzlich mit Leichtigkeit zu fügen, dann nimmt man den eigenen Lebensweg wahr – frei von jeglicher Voreingenommenheit.

Über Gedanken, Gefühle & Absicht

Meine Selbstheilung und persönliche Entwicklung wäre ohne die Erkenntnis über die Macht der Gedanken in dieser Form nicht möglich geworden. Auch heute ertappe ich mich in bestimmten Situationen oder Lebensbereichen, dass Gedanken vom Ego dominiert werden.

Doch mit dem Wissen, mich jederzeit neu entscheiden zu können, bin ich in der Lage, schneller wieder die Macht zu übernehmen.

Immer schneller komme ich dem begrenzenden Ego auf die Schliche, immer schneller kann ich mich vom Ego befreien und mich auf Wohlbefinden konzentrieren. Denn mit jedem neuen mitfühlenden Gedanken findet Veränderung und Heilung in mir statt.

Mein Weg der Selbstreflektion und Beobachtung hat mich gelehrt, dass alles in der materiellen Welt der Veränderung unterliegt. Rein gar nichts ist in Stein gemeißelt, nur das Ego gaukelt uns Begrenzung vor, um uns in der Komfortzone gefangen zu halten.

Für ein gesundes und ausgeglichenes Leben, so habe ich es erfahren, ist es existenziell, unsere Gedanken zu beobachten und die Gefühle auf das Positive in unserem Leben auszurichten. Bereits die Absicht, positiv zu denken und zu fühlen, eröffnet uns neue Dimensionen, denn das Universum antwortet stets darauf.

Selbstheilung oder Burnout

Welche Gedanken wollen wir hegen? Welchen Gefühlen wollen wir folgen? Wie bewusst nehmen wir unser Fühlen wahr? Und für welchen Weg entscheiden wir uns? In jedem einzelnen Augenblick liegt es an uns, ob sich unser Leben destruktiv oder selbstheilend manifestiert.

Ob Glückseligkeit, Trübsal oder Krankheit.

Wie entscheidest du dich?

Bildquelle: Ashram Mallorca | Mensch vital bei Google+

Über die Autorin

Selina ist Wegbegleiterin und Gründerin des ersten Ashrams für Frauen auf Mallorca. Im Prozess des Zeitenwandels, Erwachens und Wachsens lädt sie Frauen dazu ein, die Seele baumeln zu lassen und sich an ihr wahres Wesen zu erinnern. Mit Leib und Seele unterstützt sie Gleichgesinnte und Suchende darin, bisher ungekannte Perspektiven zu erkennen und ihnen mit Mut zu begegnen. Auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen ermutigt sie Frauen dazu, Vertrauen ins Leben und Vergebung wieder zuzulassen.

Alle Beiträge von Selina.

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LESETIPP
Ashram Mallorca stellt dir kostenlos eine kleine Fibel über die «Kraft der Gedanken» zur Verfügung, die über die Internetseite als PDF heruntergeladen werden kann.

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